Der Standort des Kindergartens Löwenzahn liegt an der Schnittstelle zwischen dem historischen Dorfkern und der großzügigen Freifläche des Emilienparks. Im Spannungsfeld zwischen der gewachsenen Bebauung und den Grünflächen ist der Neubau ein eigenständiges Objekt, das zwischen den beiden städtebaulichen Mustern besteht. Das Raumprogramm wurde auf sieben kleinere Häuser aufgeteilt, welche die Massstäblichkeit der historischen Bebauung aufnehmen. Gruppiert zu einem kleinen «Dorf» erhält das Projekt durch die ge-gliederte Volumetrie einen charakteristischen Ausdruck.

Um den offenen Zentralbau sind sechs kleinere Häuser gruppiert. Drei der Gruppenhäuser stehen auf der Höhe der Strasse und drei auf der Höhe des Gartens, die Geschosse sind durchgehend. Die versetzte Anordnung der Häuser in Grundriss und Schnitt lassen den Kindergarten zusammen mit den verschieden ausgerichteten Dachgiebeln als gewachsene Häusergruppe erscheinen.

Das Raumkonzept schafft für die grosse Zahl von 110 Kindern Überblick und Geborgenheit. Über das Atrium im dreigeschossigen Zentralbau sind alle Funktionen miteinander verbunden. Sichtbezüge vermitteln den Kindern das Gefühl der Gemeinschaft und ermöglichen den Erwachsenen auf einfache Weise, den Überblick zu behalten. Die sechs festen Stammgruppen sind als unabhängige räumliche Einheiten angeordnet. Zwei Gruppen bilden zusammen auf jeweils einem Geschoss eine kleine Gemeinschaft. Mit direktem Aussenbezug sind die beiden Krippengruppen im Gartengeschoss untergebracht.